FERNWÄRME BKW SCHLIERN BEI KÖNIZ

Bauherr / Auftraggeber BKW Energie A
Viktoriaplatz 2
3000 Bern 25
Bauleitung Porta AG Ingenieure und Planer
Hr. T. Kuhn
Waldeggstrasse 3
3800 Interlaken
Bausumme CHF 1‘400‘000.-
Zeitraum April – Oktober 2015
Objektbeschrieb

Die Gemeinde Köniz hat für ihre Schulanlage Blindenmoos (sowie für
800 Wohnungen, eine Erweiterung wäre möglich) für die nächsten 30
Jahre die erforderliche Wärme für Heizung und Warmwasser von der
BKW. Mit der Inbetriebnahme dieses Wärmeverbunds ab Herbst 2015
können jährlich rund 1 Million Liter Heizöl und 2‘700 Tonnen CO2
eingespart werden. Über eine 2.2 Kilometer lange Fernwärmeleitung wird
der Energiebedarf der Kundeninnen und Kunden für Heizung und
Warmwasser zu 100 Prozent gedeckt. 95 Prozent der dafür benötigten
Wärme wird im Wärmeverbund mit Holzschnitzeln aus der Region Bern
gewonnen.

 

Bauablauf

Anfangs April 2015 starteten die Werkleitungsarbeiten einerseits in der
Fuhrenstrasse, andererseits in der Gaselstrasse. Nach dem Aushub von
der ersten Etappe von ca. 100-150m inkl. Teilspriessarbeiten, konnten
die Fernwärmerohre (Vorlauf- und Rücklauf) im Graben verschweisst
und isoliert werden. Während der Schweissarbeiten konnten weitere
100m-150m Graben ausgehoben und gespriesst werden. Während den
weiteren Schweiss- und Isolierungsarbeiten wurde unsererseits der 1.
Teil Graben gedeckt inkl. provisorischer Planie erstellt. Dies ergab über
die ganze Bauzeit einen gewissen Rhythmus in den Strassenabschnitten
der bis am Schluss aufrechtgehalten werden konnte.
Nach Ende einer Strassenetappe wurde der Strassenbau mit
Versteinung, Planie, Kanalisationsarbeiten und Belag in einem Abschnitt
erstellt. Während den letzten Werkleitungsetappen wurden um die neue gebaute
Zentrale die Kanalisations- und Umgebungsarbeiten ausgeführt.

 

Besonderheiten

Die knappe Vorbereitungszeit nach der Baufreigabe verlangte ein
gezieltes und effizientes Teamwork aller beim Bau involvierten
Personen.
Der Endtermin anfangs September für die Fertigstellung und
Inbetriebnahme der jeweils 2 Pipelines (Vor- und Rücklauf) von über 2
Kilometer bedurfte für diese kurze Bauzeit von 5 Monaten eine optimale
interne Planung, eine enge Zusammenarbeit der zwei bis drei
Baugruppen vor Ort.
Da die Baugruppen sich immer in Bewohntem Gebiet befanden,
meistens vor Parzellen mit Parkfeldern arbeiteten, mussten total 90
Stahlplatten auf der ganzen Baustelle gleichzeitig eingesetzt werden um
den Anwohnern einen reibungslosen Tagesablauf zu gewährleisten.
Durch meistern aller verschiedenen und zum Teil sehr komplexen
Abläufe konnte alle geforderten Vorgaben des Bauherren zu deren
Zufriedenheit erfüllt werden.

Spedibau – Team
Projektleiter Peter Kummer
Adrian Hausammann
Bauführung Adrian Hausammann
Polier Martin Feuz
Michael Hulliger
Markus Schorer
Arbeitsumfang
Stahlplatten auf Platz 90Stk.
Abbruch Beläge 3200m2
Kernbohrungen DN200-300 55Stk.
Aushub 3200m3
Spriessung 1200m2
Lieferung Sand 1150m3
Lieferung Kies 2000
Kabelschutzrohre DN60-100 2200m
Kabelschächte DN1000 15Stk.
Planieflächen 3200m2
Randabschlüsse 300m
Belag AC T 22N 800to
Belag AC 11N 300to